Ingwer kann auch als Ingwerpulver verwendet werden. Der große Unterschied zwischen Ingwerpulver und einer Ingwerscheibe besteht darin, dass das Ingwerpulver relativ viel Oberfläche besitzt. Dies hat Vorteile und Nachteile. Zum einen wirkt es schneller, aber auf der anderen Seite trocknet es schnell aus und die positiven Wirkstoffe verschwinden. Daher sollte Ingwerpulver sehr früh verzehrt werden, am besten direkt nach der Herstellung.

Ingwerpulver zubereiten - so geht's

Zunächst waschen wir die Ingwerknolle mit warmem Wasser und trocknet sie ab. Da sich die meisten positiven Wirkstoffe direkt unterhalb der Schale befinden, verwenden wir die Schale mit und schneiden sie nicht ab. Nun schneiden wir den Ingwer in sehr dünne Scheiben. Jetzt müssen die Scheiben trocknen, dazu gibt es mehrere Wege:

  1. Ingwerpulver langsam trocknen
    Die Ingwerscheiben werden nebeneinander auf ein Tuch gelegt damit der Ingwer nun langsam austrocknet kann. Am besten legen wir das Tuch mit den Ingwerscheiben in einen dunklen Ort. Je mehr Luftzufuhr herrscht, desto schneller wird er trocknen.
  2. Ingwer im Backofen trocknen
    Wer eine schnellere Methode bevorzugt, der kann den Ingwer im Backofen trocknen. Die Temperatur sollte auf ca 35 Grad eingestellt sein.

Letzter Schnitt - der Mörser

Ist der Ingwer getrocknet fehlt jetzt noch ein letzter Schnitt: Wir zerstoßen den Ingwer in einem Mörser, solange bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Man kann Ingwerpulver sowohl als Gewürz über Speisen streuen als auch zur Anwendung von Tee. Wie eingangs aber beschrieben, sollte Ingwerpulver möglichst früh eingenommen werden, da die wertvollen und gesunden Wirkstoffe schnell verloren gehen. Bei Reiseübelkeit kann man schnelle Wirkung erzielen wenn man einen Teelöffel Ingwerpulver mit etwas Flüssigkeit zu sich nimmt.
Man kann Ingwerpulver auch im Handel erwerben, dort sieht das Pulver feiner aus als wenn man es selber herstellt. Doch aus medizinischer Sicht macht das nichts, denn das feine Pulver besteht aus vielen kleinen Kügelchen die zusammen eine sehr große Oberfläche haben, dadurch gehen beim Lagern die ätherischen Öle verloren. Es lohnt sich also das Pulver selbst herzustellen!

 

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